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Dom Maria Himmelfahrt in Bozen: Baugeschichte und Kunst

Der Bozner Dom Maria Himmelfahrt verbindet eine frühchristliche Vorgängerkirche mit romanischen und gotischen Bauphasen sowie barocker Ausstattung. Der heutige Bau wurde 1943 schwer beschädigt und originalgetreu wiederaufgebaut. Kanzel, Hochaltar und Domschatz zeigen unterschiedliche Abschnitte dieser Kunst- und Baugeschichte.

Kurzfakten zum Dom Maria Himmelfahrt in Bozen

  • Unter dem Dom lag eine frühchristliche Basilika aus dem 6. Jahrhundert; die romanische Kirche wurde 1180 geweiht.
  • Die gotische Umgestaltung erfolgte Ende des 14. und zu Beginn des 15. Jahrhunderts.
  • Der 65 Meter hohe Sandsteinturm wurde von Hans Lutz 1501 bis 1519 ausgeführt.
  • Die Kanzel stammt von Hans Lutz und ist auf 1514 datiert.
  • Nach schweren Schäden 1943 wurde der Dom originalgetreu wiederaufgebaut.
  • Kirchenraum und Domschatzkammer haben unterschiedliche Besuchszeiten und Inhalte.

Baugeschichte vom frühen Kirchenbau zur Konkathedrale

Der heutige Dom steht an einem Ort mit langer sakraler Baugeschichte. Archäologische Reste belegen unter dem Gebäude eine frühchristliche Basilika aus dem 6. Jahrhundert. Auf sie folgte eine hochmittelalterliche Kirche, die 1180 als romanischer Bau geweiht wurde. Ende des 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts erhielt das Gotteshaus seine gotische Gestalt. Der Dom ist heute Konkathedrale der Diözese Bozen-Brixen.

Die Bauphasen sind am Gebäude weiterhin ablesbar. Das romanische Löwenportal gehört zu den älteren sichtbaren Elementen; die Bronzetore am Portal wurden 1989 von Defner geschaffen. Die gotischen Maßwerkformen und das Ziegeldach prägen die Silhouette am Pfarrplatz. Der Sandsteinmaßwerkturm erreicht 65 Meter Höhe. Das Bauprojekt geht auf Burghard Engelberg aus Augsburg zurück, ausgeführt wurde es von Hans Lutz aus Schussenried zwischen 1501 und 1519. Der Turm wurde 1519 vollendet.

Kanzel, Fresken und barocker Hochaltar

Ein Madonnenfresko aus dem späten 15. Jahrhundert und ein Kreuzigungsfresko an der Nordseite gehören zur spätgotischen Ausstattung. Der barocke Hochaltar entstand nach einem Entwurf von J. Pozzo und wurde zwischen 1710 und 1720 von Ranghieri Allio ausgeführt. Acht Säulen rahmen den Altar; sein Aufsatz ging bei der Zerstörung verloren. In der Gnadenkapelle schuf Carl Henrici 1771 einen Marienzyklus. Das Zusammenspiel von mittelalterlicher Architektur und späteren Kunstwerken macht mehrere Epochen im selben Kirchenraum sichtbar.

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Der Domschatz als eigener Ausstellungsbereich

Der Dom ist montags bis samstags von 7.30 bis 18 Uhr und sonntags von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Die Domschatzkammer ist während ihrer Museumssaison dienstags bis samstags von 10 bis 12.30 Uhr zugänglich (Stand: Oktober 2026). Zu den Kirchen und Klöstern in Südtirol gehört auch die Bozner Benediktinerabtei Muri-Gries. Der Domschatz zählt zu den Museen in Südtirol.

Häufige Fragen zum Dom Maria Himmelfahrt

Was zeigt die Domschatzkammer?

Die Domschatzkammer ergänzt den Kirchenraum um liturgische Kunst und Pfarrgeschichte. Zu sehen sind barocke Paramente, Prozessionsfahnen und sakrale Goldschmiedearbeiten. Im Dom prägen Architektur, Altäre und Fresken den Rundgang; im Domschatz stehen liturgische Gegenstände und ihre Verwendung im Mittelpunkt.

Was stellt die Kanzel von Hans Lutz dar und was geschah 1943?

Die steinerne Kanzel ist ein bedeutendes Werk Hans Lutz’. Sie wurde 1514 geschaffen und zeigt Kirchenväter-Reliefs sowie Symbole der Evangelisten. Bei den Angriffen auf Bozen 1943 erlitt der Dom schwere Schäden. Nach dem Krieg wurde das Bauwerk originalgetreu wiederaufgebaut. Die Kanzel wurde ebenfalls wiederhergestellt.